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2002-lumpazivagabundus (70)

2002 – „Der böse Geist Lumpazivagabundus“

Zauberposse von Johann Nepomuk Nestroy

Der musikalische Part wurde von einer Abordnung der Trachtenkapelle Dellach live gespielt.

Vor dem Thron des Feenkönigs Stellaris erheben alte Zauberer, angeführt von Mystifax, Klage gegen Lumpazivagabundus, den Verführer ihrer Söhne zu einem Lebenswandel. Auf königliches Gebot gibt Fortuna den jungen Leuten ihr vergeudetes Vermögen zurück, aber Lumpazivagabundus verspottet sie wegen dieser Maßnahme, denn Reichtum wird die Jugend nie bessern. Zur Bestätigung erklärt Hilaris, Mystifax´ Sohn, das vermöge nur die Liebe und fordert die Hand Brillantines, der Tochter der Glücksgöttin. Fortuna weigert sich, obwohl Amorosa für die Liebenden Partei nimmt. Schließlich bietet Fortuna folgende Wette: drei Lockere Gesellen sollen mit Geld überschüttet werden; machen nur zwei unter ihnen von dem Reichtum Gebrauch, so bleiben Brillantine und Hilaris ewig getrennt, treten aber zwei ihr Glück hartnäckig mit Füßen, so ist Amorosa die Siegerin.

Vor den Toren der Stadt treffen die drei Handwerker Knieriem, Zwirn und Leim zusammen. Sie finden Gefallen aneinander und suchen gemeinsam in der Stadt Herberge. Im Wirtshaus, wo ihnen schlichtes Strohlager aufgeschüttet wird, erfahren sie, dass am nächsten Tag der Haupttreffer der Lotterie zur Ziehung gelangt. In der Nacht lässt ihnen Fortuna die richtige Losnummer erscheinen und am nächsten Morgen erstehen sie mit ihren letzten Groschen das Los. Kurz darauf sehen sich die Gesellen im Besitz von 100 000 Talern, die brüderlich geteilt werden. Jeder will nun nach Wunsch und Gefallen leben: Leim seine geliebte Peppi doch noch zu erringen suchen, Zwirn mehr das Leben eines Don Juan als eines Schneiders führen, Knieriem, durch die Sterne vom baldigen Weltuntergang überzeugt, vom Bier zum Wein übergehen. Sie beschließen sich nach einem Jahr in der Stube des Meisters Hobbelmanns, dem vermeintlichen Schwiegervater Leims, in Wien zu treffen.

In Wien findet Leim die verlorene Peppi noch treu und unvermählt. Meister Hobbelmann gibt mit Freuden die Zustimmung zur Heirat. Zwirn hat sich inzwischen in Prag etabliert und ist ein Lebemann geworden. Seine Freunde Windwachel und Lüftig wissen Profit aus seinen aus seinen vornehmen Passionen zu schlagen. Noch schwächer zeigt sich Herr von Zwirn dem weiblichen Geschlecht gegenüber, vor allem die beiden sehr temperamentvollen Töchter der Signora Palpiti haben es ihm angetan.

Als das Jahr vergangen ist klopfen Zwirn und Knieriem an Hobbelmanns Tür. Zunächst lässt sich Leim verleugnen, um das gute Herz seiner lockeren Kameraden zu erproben. diese Prüfung bestehen die beiden zwar aber von Sesshaftigkeit und Familiengründung, wie Leim meint, wollen sie nichts wissen. Es zieht sie wieder hinaus auf die Landstraße. Als sie in einer Bauernschenke ihr Luderleben fortsetzen wollen, tritt der Feenkönig dazwischen. Fortuna erklärt sich durch die Unverbesserlichkeit der beiden für besiegt, Hilaris und Brillantine werden ein Paar. Amorosa aber gibt die Hoffnung nicht auf: Durch die Macht der Liebe wird sie auch Zwirn und Knieriem zu anständigen und glücklichen Menschen machen.